Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum: CDU stellt konkrete Maßnahmen zur Diskussion

Wie kann Ludwigsburg sicher und lebenswert bleiben? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung des CDU-Stadtverband Ludwigsburg, bei der Sicherheit und Ordnung bewusst in den öffentlichen Dialog gestellt wurden. Gemeinsam mit Bürgermeister Sebastian Mannl und dem CDU-Landtagskandidaten Lukas Tietze wurden aktuelle Entwicklungen und konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt erörtert.

Im Fokus standen zunehmende Probleme wie Vandalismus, Graffiti, illegale Müllentsorgung, Verschmutzungen im öffentlichen Raum, beschädigte Bushaltestellen, beschmierte Verteilerkästen sowie Ruhestörungen an einzelnen Plätzen. Auch der Bahnhofsbereich, der Solitudeplatz und weitere stark frequentierte Bereiche wurden intensiv diskutiert.

„Sicherheit entsteht nicht nur durch Zahlen, sondern durch das Gefühl, sich in seiner Stadt jederzeit frei und ohne Sorge bewegen zu können“, betonte Bürgermeister Sebastian Mannl. Entscheidend sei eine kluge Mischung aus Prävention, Präsenz und konsequentem Einschreiten.

Deutlich wurde: Sicherheit ist mehr als Kriminalstatistik. Gerade junge Menschen und Familien schildern, dass sie sich an bestimmten Orten – insbesondere in den Abendstunden – unsicher fühlen. Für die CDU ist klar: Subjektives Sicherheitsgefühl und objektive Sicherheitslage müssen in Einklang gebracht werden.

Sicherheit und Sauberkeit gehören zusammen
Sauberkeit spielt eine zentrale Rolle für das Sicherheitsgefühl. Über 1.000 Tonnen Müll aus öffentlichen Abfallbehältern jährlich sowie wiederkehrende Graffiti-Schmierereien verdeutlichen den Handlungsbedarf. Ein gepflegter öffentlicher Raum sendet ein klares Signal und verhindert, dass Plätze „kippen“.

Ein wichtiger Baustein bleibt der Antrag der CDU-Gemeinderatsfraktion „Keine dunklen Ecken in der Stadt“. Ziel ist es, Angsträume systematisch zu identifizieren und durch bessere Beleuchtung sowie gestalterische Maßnahmen zu entschärfen – insbesondere in der Innenstadt, in Unterführungen, im Bahnhofsbereich sowie auf Spielplätzen in den Stadtteilen. Positive Beispiele wie die Aufwertung des Akademiehofs zeigen nach Einschätzung der CDU, dass konsequentes und frühzeitiges Handeln Wirkung entfaltet.

Präsenz zeigen – modern und konsequent
Breiten Raum nahm die Neuausrichtung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) ein. Durch organisatorische Bündelung, klare Zuständigkeiten und verstärkte Präsenz an Brennpunkten soll Ordnung durch sichtbare Ansprache und konsequentes Einschreiten gewährleistet werden.

Die CDU setzt dabei auf eine enge Zusammenarbeit von KOD, Polizei, Gewerbetreibenden und Eigentümern, auf konsequente Strafverfolgung bei Sachbeschädigung sowie auf Schwerpunktkontrollen an neuralgischen Punkten. Auch der rechtssichere Einsatz von Videoüberwachung an ausgewählten Standorten und Bodycams für Polizeibeamte zur Deeskalation werden als wichtige Instrumente gesehen.

Lukas Tietze unterstrich die Bedeutung der Landesebene: „Sicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Kommune, Land und Bund. Wir müssen unsere Polizei personell stark aufstellen, modern ausstatten und rechtlich so ausrüsten, dass sie die Menschen wirksam schützen kann. Für uns gilt klar: Opferschutz hat Vorrang.“

Die in den vergangenen Jahren geschaffenen zusätzlichen Polizeistellen in Baden-Württemberg seien ein wichtiger Schritt gewesen, um sowohl die objektive Sicherheit als auch das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken.

Kriminalprävention und Katastrophenschutz mitdenken
Neben ordnungsrechtlichen Maßnahmen wurde auch die Bedeutung präventiver Ansätze hervorgehoben. Programme an Schulen, Kooperationen mit Gerichten, Polizei und Stadtverwaltung sowie eine enge Vernetzung aller Akteure seien entscheidend, um Jugendkriminalität frühzeitig entgegenzuwirken.

Darüber hinaus wurde der Bevölkerungsschutz thematisiert – von Blackout-Szenarien über Notfallanlaufstellen an Schulen bis hin zur Sensibilisierung der Bevölkerung für Eigenvorsorge. Sicherheit müsse umfassend gedacht werden.

Klare Haltung für einen starken öffentlichen Raum
Die Diskussion machte deutlich: Die Bürgerinnen und Bürger erwarten eine sichtbare und handlungsfähige Stadt. Für die CDU steht fest, dass der öffentliche Raum geschützt und als Ort der Begegnung für alle Generationen erhalten bleiben muss.

Der CDU-Stadtverband Ludwigsburg wird die Anregungen aus der Veranstaltung in seine weitere politische Arbeit einfließen lassen – mit dem Ziel, Ludwigsburg auch künftig als sichere, saubere und lebenswerte Stadt zu gestalten.